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Generalversammlung im Ludgerushaus

Vom Männerhemd zum Frauenkleid

„So viele Teilnehmer haben wir noch nie gehabt. Das Haus platzt ja aus allen Nähten“, freute sich Edith Pufahl anlässlich der Generalversammlung der Albersloher Frauengemeinschaft. „Das ist erfreulich und zeigt, dass das Interesse an der Arbeit der KFD groß ist“, befand die Vorsitzende und läutete einen sowohl geselligen wie auch nachdenklich stimmenden Abend ein.
Das Thema „Nachhaltigkeit“ sollte dabei im Fokus der Versammlung stehen. Doch zuvor galt es, sich den Tagesordnungspunkten zu widmen, die einen interessanten wie auch unterhaltsamen Blick auf die Vereinsarbeit der Frauen warfen.
Dass die KFD unternehmungslustig ist, bewies Mechthild Ahlers mit ihrem Jahresrückblick. Nicht nur in puncto Kreativität und Sport, habe man doch auch zahlreiche Ausflüge unternommen. „Auch die Bildung ist ein Aspekt unserer Arbeit. In einem Bierseminar haben wir tiefe Einblicke in die Braukunst bekommen“, erinnerte die Schriftführerin an eine von vielen Unternehmungen, bei der nicht nur gelernt, sondern auch gelacht worden war.

Dass die Kasse der KFD trotz hoher Ausgaben gut aufgestellt ist, legte Karin Pälmke dar. Über eine stolze Mitgliederzahl wusste Brunhilde Fronholt zu berichten. Aktuell gehören 515 Mitglieder zur KFD Albersloh, von denen viele erschienen waren und sich nach den vorgetragenen Fakten einen Imbiss schmecken ließen. Mit dabei waren auch Vertreterinnen der KFD aus Sendenhorst und Rinkerode, der Landfrauen und auch zwei Männer: Pater Babu Kolamkudy und Pfarrer Clemens Lübbers , der vor einem Jahr zum Präses der KFD gewählt worden war. Bevor man sich die Suppe schmecken ließ, lud der Pfarrer zum gemeinsamen Singen ein. „Danket, danket dem Herrn“, stimmten die Damen unter dem Dirigat des Geistlichen an. „Nächstes Jahr können wir das dann im Kanon singen“, motivierte Clemens Lübbers, der die Versammlung nutzte, um auf verschiedene Veranstaltungen und Ausstellungen hinzuweisen, die in diesem Jahr in der neu gestalteten Kirche geboten werden sollen.

Um sich dem Thema „Nachhaltigkeit beim Kleiderkonsum“ zu widmen, hatte der Vorstand der KFD Claudia Winkelnkemper als Referentin eingeladen. Die Schneidermeisterin und Modedesignerin verarbeitet unter anderem getragene Männerhemden zu modischen Frauenkleidern. Zu Beginn des Referats sorgte sie mit einem Märchen für nachdenkliche Stimmung: „Des Käufers neue Kleidung“, lautete der Titel der Geschichte, die deutliche Parallelen zu „Des Kaisers neue Kleider“ aufzeigte und den problematischen Wunsch des Käufers nach immer neuer, möglichst billiger und dann noch online bestellter Kleidung deutlich machte. Auf die Frage einer Zuhörerin: „Aber wie kann ich mich denn nachhaltig kleiden?“, zeigte die Schneidermeisterin verschiedene Möglichkeiten auf. Neben kreativer Wiederverwendung von Kleidungsstücken und dem Einkauf von fair produzierten Produkten, appellierte sie dafür, das eigene Konsumverhalten deutlich zu überdenken. „Brauche ich das wirklich?“, sei eine der Fragen, die man sich als Verbraucher häufiger stellen solle. Mit Interesse verfolgten die Zuhörerinnen die Anregungen und nahmen viele Tipps zum nachhaltigen Handeln mit nach Hause.

WN von Christiane Husmann

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