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Karneval in der Wersehalle

Die Frauen lassen kräftig die Puppen tanzen.

Ob Kindererziehung, Toilettengang, Saunabesuch oder Reinkarnation: Die Themen, mit denen sich die Damen der Tanz- und Theatergruppe der KFD in diesem Jahr befassen, sind breit gefächert. Bereits bei der Premiere am Dienstag durften sich viele Närrinnen und Narren beim „bunten Nachmittag“ davon überzeugen, dass die Frauen wieder ein tolles Karnevalsprogramm auf die Beine gestellt haben.

Die Teamleiterinnen Karin Pälmke und Hilla Sommer freuten sich, nach zweijähriger Pause wieder viele Karnevalisten in der vollbesetzen Wersehalle begrüßen zu können. Diese ihrerseits ließen sich vom Thekenteam der KFD erst einmal mit Kaffee und Kuchen verwöhnen, um gestärkt und gut gelaunt ins Programm einzusteigen.

Und das begann gleich mit einem Sketch, bei dem sich die beiden Protagonisten, Hermann und Anni, auf einen zweifelhaften Deal einlassen. „Nur runne von Hoff“, lautet der Wunsch, der Geld erfordert. Da scheint die Anzeige „Suche Frauen zwischen 50 und 80 Jahren, die bereit sind, ihre Brüste zu wissenschaftlichen Zwecken zur Verfügung zu stellen“ vielversprechend. Ob das Ehepaar damit einen guten Weg einschlägt, wird hier nicht verraten.

Auf esoterischer Ebene treffen sich in der nächsten Kulisse Renate und Luise. Während die eine im Glauben an eine Reinkarnation als Gänseblümchen wiedergeboren werden will, kann sich die andere vorstellen, ein zweites Leben als Kuh zu fristen. Welche der beiden Damen wohl die bessere Wahl getroffen hat?

Im Toilettenwagen beim Schützenfestzelt verdingen sich Ilonka und Laduschka ihr Geld. „Heute krasses Fest in Albersloh “, freuen sich die beiden Damen und begegnen Oberst Theo: „Ah, schicker Mann“, und den Vorsitzenden Udo: „Haben Vorsitzender Udo auch Hose zu?“ Die beiden charmanten Damen haben ein spezielles Geschäftsmodell, bei dem auch der örtliche Pfarrer seinen Obolus hinterlegen muss.

Speziell ist auch die kleine Jaqueline-Chantal, die das Publikum mit kleinen und großen Widerlingen konfrontiert. Weder ein Aufenthalt auf der stillen Treppe, noch das Drohen der Mutter, können die verzogene Göre davon abhalten, das A-Wort erneut in den Mund zu nehmen.

Auch im nächsten Sketch scheint die gute Erziehung an der Tür abgebeben worden zu sein. Im Dampfbad empören sich Damen: „Man hat mich gerade unsittlich berührt.“ Ob da ein Schwerenöter am Werke war? Der Bademeister wird’s herausbekommen.

Tolle Darsteller und witzige Pointen, die hier natürlich nicht verraten werden, weil es am Samstag noch einmal das gleiche Programm gibt, sorgten bei den Karnevalisten für laute Lacher.

Die Tänze, die die Damen in schicken Kostümen aufführten, begeisterten ebenfalls. Akrobatisch präsentierten sich die Tanzmariechen und boten ein hübsches Bild. Mit Regenschirmen wirbelten sie über die Bühne. Für weiteres Entzücken sorgte der Auftritt der „Strandjungs“. Die Quotenmänner punkteten mit filigranem Tanz und anmutiger Grazie und hinterließen ein johlendes Publikum.

Dass die Tänzerinnen und Tänzer so tolle Auftritte lieferten, dafür bedankten sie sich bei ihrer Tanzlehrerin Jana Pohl-Rengers . Das adrette Aussehen der Spieler ging auf das Konto von Anke Kröger und Edeltraut Hanke. In der Folge bahnte sich noch ein Mann den Weg auf die Bühne: Prinz Peter III. mit seiner Schar aus Bollywood. „Frauenzimmer, bunt geschmückt, Mädels, ihr macht mich ganz verrückt“, reimte seine Tollität begeistert. Und der Pronz warb für den Sturm auf das Rathaus: „Unterstützt uns wohl, auf den Sturm auf Sennhorsts Capitol, das im Volksmund Rathaus heißt, wo die Verwaltung euch beglückt.“ Gemeinsam mit Barde Tom Juno heizten der Prinz und die KG „Schön wär’s“ den Karnevalisten ein.

Zum Finale sammelten sich die Schauspieler und Tänzer singend auf der Bühne, auf der ein tolles Programm präsentiert worden war.

Wohl dem, der für den nächsten Samstag Karten ergattern konnte – denn der „bunte Abend“ ist ausverkauft. Einlass ist ab 18 Uhr“ lassen die Veranstalter noch wissen. Sie freuen sich auf viele Jecken, die neugierig darauf sind, was die KFD-Damen für sie in petto haben. (Text und Bilder aus WN vom 23.02.17 geschrieben von Christiane Husmann)

 

 

 

 

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